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Was sind Trainspotter und was tun sie?

Was sind Trainspotter?

Ich beim fotografieren während ich mich selber fotografiere. Entstanden im Sommer 2017 in Berlin Wuhlheide

Was bedeutet eigentlich "trainspotten"?

Der Begriff "trainspotten" ist ein relativ modernes Wort, welches sich aus den englischen Wörtern "train >> Zug" und "to spot >> etw. beobachten, erkennen, ausmachen, sichten, orten, lokalisieren" besteht.

 

Ein Spotter ist aber keinesfalls nur ein Fotograf oder ähnliches. Im englischsprachigem Raum gibt es den Begriff Spotter auch im Klettern, beim Motorsport und bei der digitalen Filmbearbeitung.

 

Was tut ein Trainspotter?

Nun, die Zielgruppe meiner Website weiß das alles natürlich, und der geringe Teil der "nur-mal-kurz-schauen"-Personen kann es sich eventuell schon wegen obigem Bild denken. Trotzdem kurz zusammengeschrieben:

 

Wir, Trainspotter oder auch Bahnfotografen genannt, sind große Fans von so ziemlich allem was zum Thema Bahn gehört - historisch sowie auch aktuell. Dazu gehören folgende Schwerpunkte:

 

-Fotografieren von historischem und neuen Rollmaterial (Schienenfahrzeuge aller Art)

-Austausch mit anderen Trainspottern, meistens über Internet-Foren und Fachzeitschriften

 

Häufig sind Traindpotter auch bei Museumsbahnen und/oder Bahngesellschaften angestellt.

 

Was hat ein Trainspotter dabei?

Da dies nicht auf alle sondern nur auf die meisten zutrifft, schreibe ich die Sachen die auf mich zutreffen in Fett.

 

Fotokamera(s)

Videokamera

Stativ(e)

Speicherkarten

Akku + Ersatzakku

Notizblock oder Notizspeicher im Handy

Verschiedene Objektive

Regenschutz (-schirm)

Sitzgelegenheit (Klapphocker etc)

Festes Schuhwerk

Warnweste

Bildbearbeitungsprogramm

 

Vor- und Nachteile

Nungut, schreibe ich zuerst einmal die Nachteile, die mir selber auffallen. Bestimmt gibt es noch die mir noch nicht aufgefallen sind:


-Trainspotting ist ein sehr zeitintensives Hobby. Meist muss man den ganzen Tag einplanen, um allein schon vernünftige Stellen zu erreiche (es sei denn, man beschränkt sich auf die nicht ganz tollen Bahnsteigbilder.

Aber das ist ja noch nicht alles, zuhause muss man die Bilder noch bearbeiten, verschieben, kopieren, ausdrucken, versenden, auf die Homepage laden und und und... da geht mehr Zeit weg als man manchmal im vornherein denkt.


-Ausserdem fallen viele Kosten an: fängt es bei der Kamera an, geht es über Objektiv, Speicherkarte, Akkus, Stative und sonstigem Gerät weiter bis zu den versteckten Kosten die sich summieren. Z.B. kauft man sich am Bahnhof gerne mal etwas wenn man dort länger verweilt - und das kommt nicht selten vor. Es gibt auch noch kostenpflichtige Fotobearbeitungsprogramme und auch Pro-Versionen von anderen Programmen. Beispiel diese Website. Das sind 5€ im Monat, da ich auf eine Version mit mehr Speicherplatz geupgradet habe.


Aber man soll ja nicht nur Nachteile nennen, sondern auch Vorteile:


-man ist sehr sehr viel an der frischen Luft. Wenn man mehrere Stunden einfach nur draussen ist, statt zuhause zu müffeln, dann kann das eirklich sehr toll sein. Und man fühlt sich auch wohler so - gut, Winter ausgenommen. Da friert einem alles ab!


-man trifft viele nette Menschen, schliesst Freundschaften. Wieviele nette Lokführer und auch andere Trainspotter ich inzwischen kennengelernt habe - sei es über Whatsapp- und Facebookgruppen oder natürlich in real auf dem Bahnsteig oder an der Strecke.


-man hat etwas greifbares in der Hand. Damit ist jetzt nicht primär die Kamera gemeint, sondern eher die Bilder. Man freut sich immer wieder, wenn Verlage in einem Heft ein Bild von dir abdrucken, wenn bekannte Eisenbahnfirmen dein Bild als Titelbild für einen Monat haben wollen etc. Da hat man einfach etwas davon. Das soll mal jemand behaupten, der in dieser Zeit seinen PC gequält hat und mit virtuellen Feinden kämpft.


Ich hoffe, ich konnte euch hiermit ein etwas klareres Bild machen vom Trainspotting.

Und falls noch etwas unklar ist -> unten ab in die Kommentare!


Lg Lucian

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Kommentare: 3
  • #1

    t3b5 (Montag, 15 Januar 2018 07:23)

    Achja, wie wir uns kennengelernt haben, ist schon legendär... ���

  • #2

    Lucian Berndt (Montag, 15 Januar 2018 16:14)

    @t3b5
    Jaa��

  • #3

    Marius (Samstag, 02 Februar 2019 16:58)

    Super toll erklärt, das mit dem Zeitintensiven stimmt volle Kanne ich sehe es auch an mir, im Moment schaff ich es nur sehr spontan zum Hbf (Hanau) oder Hanau Nord (10 min laufen von Zuhause) und das für grade mal eine halbe Stunde , ansonsten auch mit der Ausstattung toll erklärt mir ist es leider noch nicht möglich gewesen andere Trainspotter zu treffen aber hoffe natürlich, dass es noch was wird �