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Stuttgart Hauptbahnhof: Polizei probt Terroralarm am 11. September

Symbolbild: Polizisten proben am Münchener Hauptbahnhof für Terrorangriff | Boris Roessler / dpa
Symbolbild: Polizisten proben am Münchener Hauptbahnhof für Terrorangriff | Boris Roessler / dpa

●Polizei probt für den Ernstfall ●Gleise 1-6 gesperrt

Stuttgart - Um für einen möglichen Terroralarm am Stuttgarter Hauptbahnhof besser vorbereitet zu sein, probt die Polizei mit Hilfe der Bundespolizei, der Bahn und der Feuerwehr Stuttgart am kommenden 11. September mit einer groß angelegten Anti-Terror-Übung.



Schüsse, explodierende Sprengsätze, Polizisten in Garnitur und Maschinengewehr, Schreie... das alles wird vorhanden sein. Beteiligt sind ungefähr 800 Einsatzleute, die die Übung von Abends 20 Uhr bis morgens ca 5 Uhr durchführen werden.



Jonas Große, Sprecher der Bundespolizeidirektion Stuttgart sagte zum Datum: "Wir haben uns diesen Termin nicht absichtlich ausgesucht, man musste eben einen für verschiedene Dienststellen passenden Tag finden". Man werde aber mit der Symbolik des 11.09. verantwortungsbewusst umgehen.



Die Übung im Hauptbahnhof ist nicht die erste ihrer Art: bereits letztes Jahr gab es Anti-Terror-Übungen an den Bahnhöfen Berlin-Lichtenberg, Leipzig, Lübeck, Frankfurt, Hannover und München.



Der Bahnverkehr wird dabei allerdings nicht eingestellt sondern nur eingeschränkt. Da die Gleise 1-6 gesperrt sind, werden die Züge auf die anderen Gleise 7-15 umgeleitet. Über die Abfahrtstafeln im Bahnhof sowie am Gleis ist man gut informiert. Desweiteren gesperrt sind die Taxi- und Kurzzeitparkplätze sowie die Hälfte der Bahnhofshalle.



In ankommenden Zügen gibt es Durchsagen, damit der Fahrgast beim Aussteigen keinen Schock bekommt. Die Szenerie ist zudem noch mit Sichtschutzwänden abgesperrt, so dass Blicke auf das Geschehen nicht möglich sind - zum einen zum Wohl der Reisenden um keine geschminkten Personen zu sehen und zum anderen, um die Vorgehensweise der Einsatzkräfte geheim zu halten.



Quellen:


     》Text: Lucian Berndt

     》Bild: Boris Roessler/ dpa

     》Info: Stuttgarter Nachrichten