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Stadler: Lieferung von 50 TRAMLINK-Straßenbahnen für Bern

Die neuen Straßenbahnen des Typ TRAMLINK von Stadler werden immer beliebter in den Schweizer Großstädten. Die 50 Fahrzeuge für die Bundeshauptstadt Bern sollen ab 2023 ausgeliefert werden. Der Wert für die ersten 27 Fahrzeuge liegt bei 125 Millionen Franken

►50 Fahrzeuge Typ TRAMLINK ►27 Fahrzeuge zwischen 2023 und 2025 ►Bremsassistenzsystem, Klimaanlage und vollständig niederflurig - das sind die Highlights der neuen Berner Flotte

Heute erhielt der Schweizer Eisenbahnbauer den Zuschlag zur Lieferung von 50 Fahrzeugen des Typ TRAMLINK für die Stadt Bern vom zuständigen Unternehmen Bernmobil. Im ersten Auslieferungsschritt werden 27 Fahrzeuge, davon 20 Zweirichtungs- sowie 7 Einrichtungsfahrzeuge für gut 125 Millionen Franken geliefert. Diese sollen zwischen 2023 und 2025 die alten Fahrzeuge (zwölf Vevey- und neun RBS-Fahrzeuge) ersetzen, da diese ihre Lebensdauer erreicht haben. Ebenfalls werden diese Fahrzeuge für die Verlängerung und Taktverdichtung der Linie 9 nach Kleinwabern benötigt. Die weiteren Fahrzeuge kann das Unternehmen Bernmobil ab 2027 ebenfalls abrufen.

 

An der Ausschreibung vom 31. Oktober 2018 hatten sich neben Stadler auch der Fahrzeughersteller Siemens sowie das Unternehmen CAF aus Frankreich beworben. Sie unterlagen Stadler aber in den Punkten Fahrzeuginnenraumgestaltung, Anschaffungs- und Wartungskosten  sowie dem Energieverbrauch der Fahrzeuge.

Im 125 Millionen Franken schweren Packet sind neben den ersten 27 Fahrzeugen Spezialwerkzeug und ein Ersatzteilpacket enthalten. Wartung/Reperatur sind aufgrund eigener Werkstätten nicht vorgesehen.

 

In kurzer Zeit wurden Aufräge aus der Schweiz mit den TRAMLINK-Straßenbahnen gewonnen, Bern ist nun der vierte Kunde. Die Ausstattung der Bernmobil-TRAMLINK ist dabei sehr hoch angesetzt. Bei 42 Metern Länge und 52 bzw 68 Sitzplätzen (Zweirichtungs- und Einrichtungsfahrzeuge) ist der gesamte Fahrgastbereich niederflurig, was einen optimalen Fahrgastfluß ermöglicht. Mit Multifunktinszonen ist auch genügend Platz für Rollstühle, Kinderwagen und Gepäck oder eben Stehplätzen. Zur Spaltüberbrückung gibt es an jeder Tür einen Schiebetritt, um ein sicheres Ein- und Asusteigen zu gewährleisten. Bei den Einrichtungsfahrzeugen sind pro Seite sieben Türen vorhanden, bei den Zweirichtungsfahrzeugen je Seite sechs Türen. Die vollständige Fahrgastraumklimatisierung ist ebenfalls bei den Trams hoch anzurechnen, genauso wie der helle freundliche Innenraum. Passend zur Stadt Bern erhalten die neuen Trams ein einheitliches Erscheinungsbild und werden mit modernen Holzsitzen ausgestattet.

Mit an bord ist auch für den Fahrer eine Neuerung, und zwar ein Bremsassistenzsystem zur Vermeidung von Kollisionen.


Quellen:

 

     >>Text: Lucian Berndt

     >>Bild: Stadler

     >>Info: Pressemitteilung Stadler