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Weitere Kostensteigerung bei S21?

Bahn entscheidet über Kostensteigerung und Eröffnungstermin von Stuttgart 21

S21-Baustelle
Ein Blick auf einen Teil der S21-Baustelle

Ein aktueller Artikel vom Südkurier, 26.01.2018:

Die Elbphilharmonie öffnete sieben Jahre zu spät, beim BER werden es mindestens neun sein - und auch der Stuttgarter Bahnhof bleibt länger Baustelle als gedacht. Bei den Kosten gibt es einen ähnlichen Trend.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn entscheidet heute über mögliche weitere Kostensteigerungen und Verzögerungen beim umstrittenen Projekt Stuttgart 21. Erwogen wird, den Finanzrahmen auf bis zu 8,2 Milliarden Euro zu dehnen und für die Eröffnung das Jahr 2025 festzusetzen. Hintergrund sind unter anderem gestiegene Baupreise sowie Probleme mit dem Baugrund und der Wunsch des Vorstands, Finanzpuffer für mögliche weitere Risiken vorzuhalten.


Ursprünglich sollten der unterirdische Durchgangsbahnhof und seine Anschlussstrecken 4,5 Milliarden Euro kosten und 2021 in Betrieb gehen. Schon 2013 erweiterte die Bahn den Finanzrahmen aber auf gut 6,5 Milliarden Euro. Im vergangenen November wurde dann bekannt, dass die Kosten noch einmal auf 7,6 Milliarden Euro steigen.


Schon damals war die Rede davon, die Eröffnung zu verschieben - zunächst auf 2024 - und weitere 300 Millionen Euro als Risikopuffer einzuplanen. Nun kursiere dafür auch die Summe von 500 Millionen Euro, hieß es im Umfeld des Aufsichtsrats vor der heutigen Sitzung in Berlin.


Der zuständige Vorstand Ronald Pofalla wolle die Lage transparent darstellen. Wer für die Mehrkosten aufkommt, ist noch nicht geklärt.