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Go Ahead bestellt 56 Züge bei Siemens für Augsburger Netze

•44 Mireo ET und 12 DesiroHC DoSto-ET •Gesamtvolumen von 400 Millionen Euro •deutliche Kapazitätssteigerung

Die GoAhead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH hat beim Schienenfahrzeughersteller Siemens Mobility eine Bestellung über 56 Fahrzeuge in Auftrag gegeben. Sie beinhaltet 44 Fahrzeuge des Typ Mireo (einstöckig) und 12 Fahrzeuge des Typ DesiroHC (Endwagen einstöckig, 3 Mittelwagen doppelsöckig). Zum Einsatz werden sie im vollständig elektrifiziertem Netz "Augsburger Netze" im südwestlichen Teil von Bayern kommen. Die Fahrzeuge sind 3-Teiler (Mireo) und 5-Teiler (DesiroHC) und lassen sich erstmals komplett miteinander gekuppelt nutzen, was für eine optimale Flexibilität bei wechselnder Fahrgastnachfrage spricht.

Der Einsatz ist zum Fahrplanwechsel 2022 mit der Übernahme der Netze durch GoAhead geplant. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf gut 400 Millionen Euro.


Einsatz der Fahrzeuge:

Ab 2022 wird das Los 1 der "Augsburger Netze" vom neuen Betreiber GoAhead betrieben. Die Fahrzeuge werden dann auf den Strecken Ulm-Augsburg-München, Würzburg-Donauwörth-Augsburg und Aalen-Nördlingen-Donauwörth verkehren. Die Fahrzeuge sind alle dazu bestellt, der steigenden Nachfrage dieser Verbindungen gerecht zu werden. Insbesondere zwischen Augsburg und München steigt die Sitzplatzkapazität durch die Doppelstocktriebzüge enorm.


Ausstattung:

216 und 528. Soviele Sitzplätze haben die einzelnen Züge. Der einstöckige Mireo ist mit seinen 216 Sitzplätzen allerdings nicht nur für kleine Umläufe gedacht, denn: es lassen sich bis zu vier Mireo miteinander kuppeln. Wieviele Sitzplätze es geben kann, sieht man unten. Mit 528 Sitzplätzen sind die DesiroHC dem Mireo deutlich überlegen, lassen sich aber ebenfalls verstärken - mit einem Mireo oder einem zweiten DesiroHC. Möglich sind dadurch folgende Kompositionen (nur Sitzplätze, keine Stehplätze):


Mireo:

1-Fach:                           216 Sitze

2-Fach:                           432 Sitze

3-Fach:                           648 Sitze

4-Fach:                           864 Sitze


DesiroHC:

1-Fach:                            528 Sitze

2-Fach:                            1056 Sitze


Mireo & DesiroHC:

1 Mireo & 1 DesiroHC:  744 Sitze

2 Mireo & 1 DesiroHC:  960 Sitze


Im Mireo lassen sich weiterhin 18 Fahrräder unterbringen, im DesiroHC sogar 45 pro Zug. Eigens dafür befindet sich an jedem Eingansbereich ein Mehrzweckabteil. Es ist jeder Zug von beiden Typen barrierefrei für mobilitätseingeschränkte Reisende zugänglich, dank installierter Hublifte im Zug können auch Rollstuhlfahrer an Bahnhöfen mit niedrigem Bahnsteig ohne Probleme ein- und aussteigen.


In den Zügen sind ausschließlich die neuen Hochfrequenz-Fensterscheiben von Siemens verbaut, welche den Mobilfunkempfang im Zug deutlich verbessern. Eine eventuelle spätere Einbaumöglichkeit von kostenlosem Wlan ist bereits vorinstalliert. Mit an Bord ist natürlich auch ein Fahrgastinformationssystem, welches neben dem Verlauf der Strecke und Infos dazu auch die nächsten Haltestellen sowie die dortigen Anschlussmöglichkeiten in Echtzeit akustisch und optisch ausgibt.



Stimmen:

"Wir freuen uns sehr, mit dem Los 1 der Augsburger Netze nun unser fünftes Netz in Deutschland befahren zu können. Die modernen Fahrzeuge unseres Partners Siemens Mobility sind ein wichtiger Baustein für einen qualitativ hochwertigen Betrieb, der zusätzliche Fahrgäste vom Schienenpersonennahverkehr überzeugt", sagte Stefan Krispin, Geschäftsführer der Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH.


"Dies ist ein erneuter Auftrag für unsere beiden Regionalzugplattformen im wichtigen Heimatmarkt. Erstmalig liefern wir die Züge so, dass beide Zugtypen miteinander kuppelbar sind. Die Stärken beider Fahrzeuge lassen sich so voll ausnutzen", sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.


Quellen:


     》Text: Lucian Berndt

     》Bild: Siemens

     》Info: Siemens Pressemitteilung