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Hochrheinbahn Basel-Singen: Ausbau kann kommen

Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn: Projektpartner beschließen weitere Maßnahmen zum Streckenausbau. Mit der Unterzeichnung des offiziellen Vertrags im Schlössle in Laufenburg wurde die Deutsche Bahn beauftragt, die Planungen zum Streckenausbau weiter voran zu treiben. Die DB hatte im vorraus gezeigt, dass eine alleinige Elektrifizierung der Strecke nicht ausreicht, um sie für die kommenden Jahre, vorallem für den Deutschlandtakt, fit zu machen. Es müssten mehr Möglichkeiten für Zugkreuzungen geschaffen werden und auch einige Stellen der Strecke zweigleisig ausgebaut werden um einen stabilen und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Die Neigetechnik-Triebwagen der Baureihe 612 (im Bild) sollen auf Dauer abgestellt werden und es sollen moderne Elektrotriebwagen zum Einsatz kommen.

Mehrgleisig soll vorallem der Abschnitt Waldshut-Erzingen werden, da es dort am sinnvollsten und am schnellsten zu erledigen ist. Kreuzungsbahnhöfe sollen der Bahnhof Lauchringen und Tiengen werden. Dies vereinbarten das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, der Kanton Basel, die Landkreise Basel und Lörrach sowie die Deutsche Bahn im Vertrag. Weitere verkehrliche Verbesserungen soll es in den Städten Rheinfelden, Bad Säckingen und Waldshut-Tiengen mit dem Bau von zusätzlichen Haltepunkten geben. Auch der Bahnhof Waldshut soll ausgebaut werden, um zum Beispiel ohne Umstieg nach Koblenz in der Schweiz zu fahren. Dafür sind dort zusätzliche Gleise und ein zusätzlicher Bahnsteig zu erbauen.

 

Zusätzlich zu den genannten Baumaßnahmen sollen die Bahnsteige an den weiteren Stationen auf dieser Strecke für die Zukunft und den erwarteten Fahrgastzustieg und dem geplanten Einsatz längerer Züge verlängert und auf 55 Zentimeter Höhe erhöht werden, um einen barrierefreien Zugang zum Zug zu gewährleisten. Da viele der Maßnahmen den Bereich Waldshut betreffen, wird es hier zu den meisten Einschränkungen während der Bauarbeiten kommen. Dafür ist die Hochrheinbahn danach fit für die Zukunft. Alle Baumaßnahmen sollen bis zum Jahr 2027 fertiggestellt werden.

 

Pressestimmen:

„Die aktuellen Verhältnisse sind für die Kunden inakzeptabel. Wir benötigen eine zukunftsorientierte Hochrheinbahn mit einem verlässlichen und barrierefreien Angebot und einer hohen Qualität“.

Landrat Dr. Martin Kistler

 

„Gerade vor dem Hintergrund der angestrebten Klimaziele ist ein attraktiver Nahverkehr von großer Bedeutung“.

Landrat Dr. Kistler

 

„Beim Projekt Hochrheinbahn sind nun die Weichen gestellt, die Bahnstrecke mit Ausbau und Elektrifizierung auf einen modernen, zukunftsfähigen Stand zu bringen. Mein Lob geht an die Projektpartner, die gemeinsam viel Geld in die Hand nehmen, um einen besseren grenzüberschreitenden Schienenverkehr am Hochrhein zu verwirklichen. Wir sollten nun gemeinsam versuchen, alle Möglichkeiten der Beschleunigung zu nutzen. Mein Ziel ist eine Fertigstellung deutlich vor dem Jahr 2027, möglichst bereits zum Jahr 2025.“

Ministerialdirektor Professor Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr

 

„Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke ist ein wichtiges Projekt zur Entwicklung der trinationalen S-Bahn Basel und steht zugleich für ein attraktives Bahnangebot zwischen Basel, Schaffhausen und der Ostschweiz. Die elektrifizierte Strecke kann in das grenzüberschreitende Bahnnetz integriert werden und ermöglicht attraktive Bahnverbindungen im Grenzraum Schweiz-Deutschland.“

Dr. Hans-Peter Wessels, Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartementes des Kantons Basel-Stadt

 

„Das Hochrheinprojekt gehört zu den zukunftsweisenden Bahnprojekten im Südwesten und ist ohne Zweifel ein Plus für die Region. Ergänzend zur Elektrifizierung der Strecke werden nun auch die Verkehrsstationen und Teile der Gleisinfrastruktur ertüchtigt und ergänzt. Damit schaffen wir ein zukunftsfähiges Infrastrukturpaket, das die gesamte Hochrheinregion künftig noch enger verbindet. Neben der von der Region erwarteten Qualitätsverbesserung auf dieser Strecke führt die geplante Angebotsausweitung auch zu einer deutlichen Steigerung der Attraktivität des Schienenpersonennahverkehrs. Kurzum: Wir spannen für die Zukunft ein Netz der klimafreundlichen Mobilität. Für das Klima, für die Menschen, für die Wirtschaft und hier am Hochrhein zwischen Deutschland und der Schweiz.“

DB Netze-Vorstand Jens Bergmann

 

„Mit diesem Projekt kommt der Landkreis Lörrach einen bedeutenden Schritt weiter, eine flächendeckende S-Bahn-Qualität im Landkreis anzubieten. Außerdem können wichtige Impulse des Trinationalen Eurodistricts Basel und der IBA Basel 2020 weitergeführt werden.“

Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach

 


Quelle:

 

     >>>Text: Lucian Berndt

     >>>Bild: Lucian Berndt

     >>>Info:Pressemitteillung DB