Tübingen/Rottenburg: Acht Verletzte nach Bahnübergangsunfall

Am gestrigen Dienstag den 21.05.2019 kam es auf der Strecke Rottenburg-Tübingen auf Höhe Kilchberg zu einem schweren Bahnübergangsunfall zwischen einem LKW und einer Regionalbahn. Dabei wurden mindestens acht Personen verletzt, drei davon schwer.

 

Um 13:37 kollidierte der Zug des Unternehmens WEG mit dem LKW, welcher auf einem unbeschrankten Bahnübergang stand und daraufhin gegen eine Garage neben den Gleisen geschleudert wurde. Der 52-jährige LKW-Fahrer wurde aus seinem Fahrzeug geschleudert und musste mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen werden. Der 39-jährige Lokführer musste, da eingeklemmt, von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit einem ebenfalls schwerverletzten Fahrgast in das nächste Krankenhaus gefahren werden.

 

Fünf weitere Fahrgäste, davon zwei kleine Kinder, erlitten leichte Verletzungen. Laut den Rettungskräften standen elf Personen unter Schock. Vor Ort war ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei sowie Rettungsdienst und Feuerwehr.

 

Nach Polizeiangaben war der LKW für die Baustelle der neuen B28 im Einsatz. Warum er trotz Rotlicht auf dem Bahnübergang zum halten kam und nicht wegfahren konnte, ist noch nicht geklärt.

Die Bahngleise wurden durch den Unfall erheblich beschädigt, sodass am Abend eine Stopfmaschine anrücken musste. Es wurde sehr schnell ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet und die Fahrgäste evakuiert. Für die Rettungsarbeiten wurde auch die nahegelegene L370 gesperrt werden. Der Straßenverkehr wurde über kleine Feldwege umgeleitet.

 

Der Sachschaden an Infrastruktur und den beiden Fahrzeugen beträgt nach Angaben der Polizei ungefähr eine Million Euro. Inzwischen ist die Strecke seit 07:30 wieder eingleisig befahrbar, es kommt aber noch zu Verzögerungen im Betriebsablauf.


Quellen:

 

     》Text: Lucian Berndt

     》Bilder: Schwäbisches Tagblatt

     》Info: Schwäbisches Tagblatt

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