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Stadler liefert 55 Flirt AKKU an nah.sh

•Option auf weitere 50 Fahrzeuge •Instandhaltung für 30 Jahre •Auftragswert von 600 Millionen Euro

3-teiliger AKKU-Flirt von Stadler | Bild: Stadler
3-teiliger AKKU-Flirt von Stadler | Bild: Stadler

Stadler hat den Zuschlag zur Lieferung von 55 Flirt AKKU-Triebwagen von der Nahverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein NAH.SH erhalten. Dieses Fahrzeug wurde erst im Herbst 2018 auf der InnoTrans der Öffentlichkeit vorgestellt. Somit ist es Stadler in sehr kurzer Zeit gelungen, dieses Fahrzeug mit der neuen Antriebstechnologie durch einen Verkehrsvertrag in die Serienproduktion zu bringen.


Einsatz

Das Fahrzeug wird ab 2022 die bisher eingesetzten Dieseltriebwagen in den Netzen Nord und Ost ersetzen. Im Unterschied zu den alten Fahrzeugen sind die AKKU-Flirt deutlich leiser, spurtstärker und vorallem energiesparender sowie umweltfreundlicher. Im Rahmenvertrag ist auch die Option zur Lieferung von weiteren 50 Fahrzeugen vorgesehen.

 

Stromversorgung

Die Reichweite des AKKU-Flirt beträgt laut Stadler 150 Kilometer am Stück. Die längsten oberleitungsfreien Stellen betragen allerdings 80 Kilometer. Somit ist auch bei sportlicher Fahrweise und Vollbetrieb der Nebenbetreiber wie der Klimaanlage ausreichend Strom vorhanden. Geladen wird im Stand oder während des fahrens unter Oberleitung, geplant ist es in den Bahnhöfen Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck und Lüneburg sowie zwischen Osterrönfeld und Jübeck. Damit ein störungsfreier Betrieb auch in Ausnahmesituationen gesichert ist soll auf einigen Strecken die Oberleitung etwas verlängert sowie zusätzliche Stellen zum laden gebaut werden.


Die Wartung der Fahrzeuge soll in zwei noch zu bauenden Werkstätten in Rendsburg und Neumünster erfolgen.


Ausstattung

198 Plätze, davon 124 Sitzplätze, sind die Bilanz der zweiteiligen AKKU-Flirt, welcher trotz der hohen Sitzplatzanzahl mit zwei geräumigen Mehrzweckbereichen für Fahrräder, Rollstühle oder Kinderwagen punkten kann.

Die klimatisierten Wagen sind stufenlos begehbar und verfügen auch über ein rollstuhlgerechtes WC. Vollständige Ausrüstung mit Wlan und Steckdosen sowie einem Fahrgastinformationssystem und einer Videoüberwachung steigern den Fahrkomfort erheblich.


Stimmen

«Wir freuen uns, die erste Ausschreibung über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im  Rahmen einer Innovationspartnerschaft mit der NAH.SH für uns entschieden zu haben. Seit 2016 stehen wir hier in einem engen und konstruktiven Austausch mit dem Aufgabenträger sowie dem Land Schleswig-Holstein, um die bestmögliche Lösung für einen CO2-emissionsfreien Betrieb der Strecken zu finden. Es macht uns sehr stolz, dass es uns mit dem FLIRT Akku gelungen ist, nicht nur eine ökologische und innovative Lösung gefunden zu haben, sondern auch eine klare wirtschaftliche Verbesserung zu ermöglichen. Betrachtet man die durchschnittliche Lebensdauer eines Schienenfahrzeugs von rund 30 Jahren, sind Batterie-Fahrzeuge günstiger als mit Diesel betriebene Züge», sagt Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland.


«Wir freuen uns auf die neuen Triebwagen. Gemeinsam mit Stadler betreten wir hier Neuland in Schleswig-Holstein. Die Elektrifizierung ohne Oberleitung ist ein spannendes Projekt, das sicher auch in anderen Regionen interessiert wahrgenommen wird. Der Zeitplan ist ehrgeizig, ich bin aber sicher, dass Stadler wie geplant die neuen Akku-Triebwagen aufs Gleis stellt», sagt NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers.



Quelle:


     》Text: Lucian Berndt

     》Bild: Stadler (railcolornews.com)

     》Info: Pressemitteilung Stadler

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