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Bombardier liefert weitere 30 FLEXITY nach Dresden

So soll sie aussehen: die neue Generation der FLEXITY-Reihe aus dem Hause Bombardier. Für 197 Millionen Euro werden sie bis Ende 2023 ausgeliefert sein. Im Auftrag sind ebenfalls enthalten: das FlexCare-Wartungsmanagementsystem für 24 Jahre sowie die Option auf weitere zehn Fahrzeuge des Typ FLEXITY mit darauf folgender Wartung bis zu acht Jahre.

 

Bild: Bombardier Transportation

►Breitere Straßenbahnen durch innovatives Leichtbau-Konzept ►FlexCare-Wartungsmanagmentsystem und ODAS-Fahrerassistenzsystem ebenfalls im Vertrag ►Option auf weitere zehn Fahrzeuge

Bombardier Transportation hat mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) einen Vertrag zur Lieferung von 30 Fahrzeugen des Typ Bombardier FLEXITY unterzeichnet. Die genaue Fahrzeugbezeichnung ist NGT DX DD (NGT=Niederflurgelenktriebwagen, DX= Drehgestellfahrzeug mit zehn Achsen, DD= Dresden). Der Wert des Auftrages beläuft sich auf 219 Millionen Dollar, was ca 197 Millionen Euro entspricht. Davon übernimmt der Freistaat Sachsen stolze 102,8 Millionen Euro als Förderung für die regionale Entwicklung. Die neuen Straßenbahnen, welche laut Bombardier bereits bis Ende Oktober 2023 ausgeliefert worden sein sollen, enthalten das Fahrerassistenzsystem ODAS, welches zur Vermeidung von Kollisionen gedacht ist. Zusätzlich ist im Vertrag auch das FlexCare-Wartungsmanagementsystem, welches für eine Laufzeit von 24 Jahren vereinbart wurde.

Ebenfalls ist eine Option auf weitere zehn Fahrzeuge samt acht-jährigem Wartungsmanagement enthalten, welche jederzeit eingelöst werden kann.

Neun der Fahrzeuge werden als Zweirichtungsfahrzeuge geliefert, die anderen 21 lediglich als Einrichtungsfahrzeug. Anfangs zuerst auf der Linie 2 und später auch auf den Linien 3 und 7. Die 45 Meter langen Fahrzeuge sind nicht länger als ihre Vorgänger, weswegen keine Straßenbahnstation umgebaut werden muss.

 

Die neuen Straßenbahnen sind durch ein innovatives Leichtbau-Konzept etwas breiter als die bisherigen und sind daher mit einer 2+2-Bestuhlung ausgestattet statt einer 2+1-Bestuhlung. Durch diese bessere Nutzung des Raumes können nun 290 Fahrgäste (~ +10%) befördert werden und trotzdem der Mittelgang um 20 Zentimeter vergrößert werden. Die großen Panoramafenster bieten zusätzlichen Komfort. Die Fahrzeuge sind weiterhin barrierefrei komplett begehbar und steigern so die Attraktivität des ÖPNV in Dresden.

Mehrere Mehrzweckbereiche mit insgesamt vier Stellplätzen machen die Fahrt mit der Straßenbahn auch für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen interessant.

Damit die breiteren Straßenbahnen auf der alten Infrastruktur fahren können, wird der Wagenkasten erst oberhalb der Bahnsteigoberkante breiter. Auf den Seiten gibt es Kameras, womit der Fahrer den gesamten Türbereich überblicken kann. Ebenfalls außen gibt es große Zugzielanzeigen in LED-Ausführung. Als besondere Ausstattung ist die für Straßenbahnen untypische Vollklimatisierung, die USB-Ladebuchsen für Smartphones sowie das kostenlose WLAN in allen Bahnen. Zusätzlich wird das Licht im Fahrgastraum je nach Tageszeit und Tageslicht gesteuert, um möglichst viel Energie bei optimaler Beleuchtung einzusparen. Auch die Informationsmonitore mit mehr Informationen als bisher sind ein vielfacher Kundenwunsch. Auf dem neuesten Stand der Technik präsentieren sich auch die Türen mit integrierter Warnleuchte beim Schließen.

 

►Pressestimmen:

„Die größere Kapazität der neuen Stadtbahnwagen benötigen wir dringend, um der erfreulich schnell wachsenden Zahl unserer Fahrgäste auch in Zukunft ausreichend Platz anbieten zu können“

-DVB-Vorstand für Finanzen und Technik Andreas Hemmersbach

 

„Bei der Ausstattung kommen wir vielen Wünschen unserer Kunden nach. Barrierefreiheit ist natürlich Standard. Große Fenster sorgen für eine helle Atmosphäre, eine dynamische LED-Beleuchtung schont die Augen, es gibt zusätzliche Monitore zur Information, eine Klimatisierung sowie WLAN und Ladesteckdosen für Mobilgeräte.“

-Betriebs- und Personalvorstand Vorstand Lars Seiffert

 

„Dresden ist schon heute eine ÖPNV-Vorzeigestadt und regelmäßig deutschlandweiter Spitzenreiter bei der Kundenzufriedenheit. Damit dies so bleibt, unterstützt der Freistaat die DVB kontinuierlich mit einer breit gefächerten Investitionsförderung. Neben Landes- und Bundesmitteln kommen hier-für auch EU-Mittel zum Einsatz. Die 30 neuen Stadtbahnwagen werden mit Fördermitteln in Höhe von 102,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die EU honoriert in diesem Zusammenhang besonders die mit der Gesamtmaßnahme verbundene hohe CO2-Einsparung. Die Stadtbahnbeschaffung ist somit nicht nur gut für die zahlreichen DVB-Fahrgäste - sie dient auch dem Umwelt- und Klimaschutz“

-Verkehrsminister Martin Dulig

 

„Die neuen attraktiven Stadtbahnwagen werden noch mehr Fahrgäste befördern können. Damit steigt die Attraktivität des umweltfreundlichen ÖPNV weiter. Als Landeshauptstadt Dresden vertreten wir die Strategie einer Multimobilität, die es den Nutzern einfach und bequem macht, auf ihrem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit ihr Fortbewegungsmittel zu wechseln. Ein Netz von Mobi-Punkten bildet die Infrastruktur.“

„Die neuen attraktiven Stadtbahnwagen werden noch mehr Fahrgäste befördern können. Damit steigt die Attraktivität des umweltfreundlichen ÖPNV weiter. Als Landeshauptstadt Dresden vertreten wir die Strategie einer Multimobilität, die es den Nutzern einfach und bequem macht, auf ihrem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit ihr Fortbewegungsmittel zu wechseln. Ein Netz von Mobi-Punkten bildet die Infrastruktur.“

-Oberbürgermeister Dirk Hilbert

 

“Wir sind stolz darauf, unseren langjährigen Partner und Kunden DVB mit den bewährten FLEXITY-Straßenbahnen beim Ausbau ihres Verkehrsangebots unterstützen zu dürfen. Die Fahrgäste können sich auf klimatisierte Bahnen mit WLAN, mehr Komfort, großzügige Mehrzweckbereiche und höchste Sicherheitsstandards freuen,“

-Alexander Ketterl, Verantwortlicher Nahverkehrsgeschäft Bombardier Deutschland


Quellen:

 

     >>Text: Lucian Berndt

     >>Bild: Bombardier Transportation

     >>Info: Pressemitteilung Bombardier und Radio Dresden