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Stadler liefert 18 KISS an die Deutsche Bahn

•Ab 2022 sind 18 KISS unterwegs •Platz für bis zu 880 Personen •ausgestattet mit WLAN und Steckdosen

Computeranimation Stadler KISS der Deutschen Bahn | Grafik: Stadler Rail
Computeranimation Stadler KISS der Deutschen Bahn | Grafik: Stadler Rail

Für das Elektronetz Ost, welches die DB Regio Nord wieder für sich gewinnen konnte, hat Stadler nun mit der DB einen Vertrag über Entwicklung, Bau und Lieferung von 18 Zügen des Typ "KISS" (komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug) abgeschlossen. Am 05. Juni 2019 geschah dies in Anwesenheit von Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland und Thorsten Reh, Leiter DB Regio Nord. Ab 2022 sollen die Fahrzeuge nordöstlich des Großraums Hamburg eingesetzt werden. Das Gesamtauftragsvolumen betrögt gute 220 Millionen Euro.


Dieser Auftrag ist für die Deutsche Bahn eine Premiere, denn erstmals bestellte sie KISS bei Stadler. Bisher taten das einige andere EVU aus Deutschland, jedoch bis dato nie die DB. Schleswig-Holstein ist das siebte Bundesland der DB, in welchem sie Fahrzeuge von Stadler fahren lässt.


Rund 4,2 Millionen Nutz-Kilometer wurden ausgeschrieben. Der Vertrag startet zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 und gilt bis zum Fahrplanwechsel 2035. Falls er bis dann nicht gekündigt wurde darf er sogar bis zum Fahrplanwechsel im Jahr 2045 fortgeführt werden. Eine optionale Erweiterung der Fahrzeugkapazität um 8 Fahrzeuge ist ebenfalls Bestandteil des Vertrages. Das Elektronetz Ost erstreckt sich über die folgenden Linien:

RE 8/80 》 Lübeck - Hamburg

RB 85     》 Puttgarden - Lübeck

RB 86     》 Lübeck-Travemünde - Lübeck


Technik und Ausstattung:

Die vierteiligen Doppelstock-Triebzüge (zwei Steuerwagen, zwei Mittelwagen) können mit vier angetriebenen Achsen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen. Bei der Fahrzeuglänge von 106 Metern sind acht Türen je Seite verbaut, was eine sehr gute Anzahl ist und einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglicht. 880 Personen passen ein einen Vierteiler. 405 davon haben Sitzplätze, davon nochmal 38 in der Ersten Klasse. Durch die Möglichkeit, bis zu drei Triebzüge zusammen zu kuppeln, können bei Fahrgastspitzen bis zu 2640 Fahrgäste befördert werden.


Die Erste Klasse punktet mit einer 2+1 Bestuhlung und befindet komplett allein im Obergeschoss eines Wagens. Durch diese Bestuhlung ist der Komfort nochmals gestiegen gegenüber den aktuell neuesten Doppelstockwagen. Die Fußraumsituation wird ebenfalls besser.


Die Züge sind für die 76cm-Bahnsteige in Schleswig-Holstein optimiert, wodurch der Einstieg stufenlos erfolgt.


Der gesamte Zug ist mit WLAN und Steckdosen ausgestattet und verfügt weiterhin über eine Videoüberwachung, ein modernes Fahrgastinformationssystem sowie ein elektronisches Reservierungssystem. Unten sind die Wagen sehr geräumig gehalten, was Platz für bis zu 36 Fahrrädern, Rollstühlen oder Kinderwagen schafft. Die Toiletten sind ebenfalls rollstuhlgerecht.


Mit an Bord ist auch GUARDIA das stadlereigene Zugsicherungssystem. Dadurch baut Stadler seinen Geschäftsbereich Signalling weiter aus und die Züge lassen sich schnell nachrüsten, wenn der Ausbau der festen Fehrmanbeltquerung abgeschlossen ist.


Stimmen:

«Wir freuen uns, mit dem Auftrag in der Region Schleswig-Holstein die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der 

Deutschen Bahn fortsetzen zu können. Der Zuschlag bestätigt den Bedarf der 

Eisenbahnverkehrsunternehmen an modernen, zuverlässigen Doppelstock-Fahrzeugen mit einer hohen 

Laufruhe, die eine grosse Personenzahl komfortabel und schnell befördern»

Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland


«Dass wir im Norden die ersten sind, die bei der DB Regio diese 

neuen Stadler-Fahrzeuge einsetzen werden, macht uns besonders stolz. Für unsere Fahrgäste bedeutet das 

ein sehr attraktives, zukunftsorientiertes Zugangebot.»

Thorsten Reh, Leiter DB Regio Nord


Quellen:


     》Text: Lucian Berndt

     》Grafik: Stadler Rail

     》Info: Pressemitteilung Stadler (PDF)

     》weitere Quellen: LokReport

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